Zahnersatz: Was zahlt die Krankenkasse?

Im Jahre 2005 gab es hier eine Änderung der gesetzlichen Krankenkassen. Denn diese hatten sich zuvor noch an der Art des Zahnersatzes orientiert, um Zuschüsse zu bezahlen. Jetzt ist nur noch der Befund des Zahnarztes ausschlaggebend.

Anders formuliert zahlen die Krankenkassen keine unterschiedlichen Prozentsätze mehr an Zuschüssen, sondern es geht nur noch darum, ob Sie als Patient eine Zahnlücke haben. Und wenn dieser Befund vorliegt und die Zahnlücke geschlossen wird, ist es egal, mit welcher Methode. Es gibt dann den festen Zuschuss für die Regelversorgung und der Patient entscheidet sich unabhängig davon für die Art des Zahnersatzes.


Was genau ist Zahnersatz und wann ist er nötig?

Das ist ganz einfach zu erklären. Von Zahnersatz sprechen wir immer dann, wenn wir mit einer Füllung nicht mehr weiterkommen. Alles über eine Füllung hinaus ist Zahnersatz. Konkret bedeutet das: Inlays, Brücken, Kronen sowie Implantate. Ebenso auch alle festen und herausnehmbaren Zahnprothesen. 

Es gibt übrigens noch einen Sonderfall. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten in den meisten Fällen komplett. Das bedeutet auch der Eigenanteil von ca. 20% wird nach der Behandlung erstattet.


Der Heil- und Kostenplan ist Voraussetzung für die Erstattung

Um eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen zu erzielen, muss der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan vorlegen. Aus dem Befund ergibt sich dann, was genau und in welcher Höhe bezuschusst wird. Dabei regelt die kassenärztliche Bundesvereinigung die Festzuschüsse. Ausgehend von dem Befund zahlt die Kasse dann 50% des Betrages. Wenn Sie Ihr Bonusheft lückenlos gepflegt haben sogar 65%.

Sollte der Eigenanteil für den Zahnersatz für den Patienten eine unzumutbare Härte darstellen, übernimmt die Kasse auch sämtliche Kosten für die Regelversorgung. Dabei richtet sich die Einkommensgrenze nach dem Gesamteinkommen. Diese war im Jahr 2014 bei 1.106,00€ brutto pro Monat für Alleinlebende. Für Versicherte mit einem Angehörigen lag diese bei 1.520,75€. Diese Grenze erhöht sich für jedes mitversicherte Familienmitglied um 276,50€

Aber auch, wenn Sie nur wenig im Monat verdienen, können die Zuschüsse durch die Krankenkasse höher sein. Um die genaue Höhe zu erfahren, hilft es ein offenes Beratungsgespräch direkt bei den Kassen anzufragen. Oder Sie gehen direkt in eine Filiale vor Ort und sprechen dort persönlich mit einem Berater.

Unabhängig von den Zuschüssen kann der Patient dann wählen, ob er wirklich nur die Regelversorgung wählt oder einen höherwertigen Zahnersatz möchte. Treffen Sie diese Entscheidung immer nur in Absprache mit iIhrem Zahnarzt. Dieser kann Sie individuell beraten und den für Sie idealen Ersatz anbieten.


Was ist mit zahnerhaltenden Leistungen die nicht bezuschusst werden?

Für Leistungen, die nicht der Regelversorgung entsprechen, kann der Zahnarzt einen zusätzlichen Heil- und Kostenplan erstellen. Diese Leistungen werden in der Regel von den Krankenkassen nicht bezuschusst. 

Nehmen wir z.B. die Implantat-Krone, also ein Einzelzahnimplantat. Je nach dem wie Ihr Bonusheft geführt ist, wird dieser mit 135,00€ bis 174,00€ bezuschusst. Für die Kassen gelten Implantate als „andersartiger Zahnersatz“. Das bedeutet für den Zahnarzt, dass er den Kassenanteil nicht direkt mit der Kasse abrechnen kann. Daher muss der Patient nach Abschluss der Behandlung mit dem Kostenplan, der vorab genehmigt wurde, zu seiner Krankenkasse. Dann wird der Festbetrag direkt erstattet.


Haben Sie weitere Fragen zu Zahnersatz und Kostenübernahme durch die Krankenkassen?

Dann kommen Sie gerne zu uns in die Praxis. Wir schauen uns gerne Ihren individuellen Bedarf an und können Sie auch sofort bzgl. der Kosten informieren. Zahnersatz ist heute bezahlbar und wird von den Kassen gut bezuschusst. Lassen Sie sich beraten und machen Sie einen Termin. Schreiben Sie uns eine kurze E-Mail an: 1L26sruUrrW8urWmrqD5tr2xuLGysbiw+rCx@nospam oder rufen Sie uns direkt an unter: 0521 10 11 00.


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