Parodontologie
Die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats wird als Parodontitis bezeichnet. Sie wird durch Bakterien in der Mundhöhle und die Reaktion des Körpers auf deren Eindringen ins Zahnfleisch hervorgerufen. Vor allem Menschen ab 35 Jahren sind besonders gefährdet. Wenn die Immunabwehr den Knochen nicht mehr vor Entzündungen schützen kann, wird dieser schließlich abgebaut. So kommt es zunächst zu einer Zahnlockerung und letztlich zum Zahnverlust.
Die Behandlung der Parodontitis zielt vor allem auf die Beseitigung der Bakterien ab. Dazu genügt es nicht, dass eine einmalige Therapie durchgeführt wird. Zwar werden in einer Ersttherapie die Angreifer eliminiert, Zahnbeläge und Konkremente (harter Zahnstein zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel) entfernt, geheilt ist der Patient dadurch aber nicht. Jetzt muss durch regelmäßige Kontrollen verhindert werden, dass die Bakterien das Milieu wieder schädigen können. Das kann bei anfälligen Patienten schon nach sechs Wochen wieder der Fall sein. Bei anderen dauert es drei, manchmal sechs Monate. In diesem Zeitraum muss zwingend Prophylaxe erfolgen. Wichtig ist also nicht nur die Ersttherapie, sondern auch die am individuellen Bedarf orientierte regelmäßige Prophylaxebehandlung. Bedenken Sie dabei bitte auch, dass jeder Parodontitisfall zeitlebens ein Risikopatient bleibt!
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